ReferenTinnen

Unsere ReferenTinnen in der Reihenfolge des Programms

Begrüßung der TeilneherInnen durch die stellvertretende Direktorin des Botanischen Garten München-Nymphenburg.

“10 Jahre Aroma Forum International e.V.”

Als Mitgründerin und Präsidentin von Aroma Forum International e.V. 2008 berichtet Maria Hoch über die  Geschichte, die Aromaseminare, die Aromastudienreisen und Erfolge des Vereins. Ein Potpourri der letzten 10 Jahre.

Moderation am 01. Juni 2019

Inhaberin von ViVere – Schule für Aromatherapie und Aromapflege
Aromaexpertin für Pflege- und Heilberufe, Fachbuchautorin, Gesundheitspraktikerin BfG, MediAkupress Praktikern.

 

“Meine Aromapraxis – was darf ich in der Selbständigkeit anbieten”.

Die Einsatzmöglichkeiten ätherischer Öle sind genauso vielfältig wie die Möglichkeiten der Berufsausübung nach einer fundierten Ausbildung in der Aromakunde. Je nachdem zu welchem Zweck ätherische Öle eingesetzt werden, gelten diese als Arzneimittel, Kosmetik- oder Lebensmittelrohstoff oder auch als Wellnessprodukt. Somit ist die Absicht und die Auslobung/Werbung, mit der die ätherischen Ölanwendung angepriesen oder ausgeführt wird, ausschlaggebend dafür, welche berufrechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten sind. Aromaanwendungen, die in der Selbstständigkeit ausgeübt werden, stehen daher in direktem Zusammenhang mit anderen Berufausbildungen, welche ein/e Aromafachkraft bereits erworben hat.

“Aromapflegenachsorgekonzept in der Psychatrie”

Kurz vor der Entlassung überfällt den Patienten oft  die  Sorge, dass sie befürchten zuhause würde sie wieder alles einholen und es ihnen wie vor der Therapie ergeht. Meine Idee ist es mittels der ätherischen Öle und der klassischen Konditionierung ein Nachsorgekonzept zu etablieren, das den Patienten den Übergang von der Behandlung in seinen Alltag erleichtert und eine Selbstwirksamkeit zeigt sich der Herausforderung stellen zu können und somit ein Handwerkzeug zur Hilfe zu haben.

“Umsetzung der Aromapflege in der Rehaklinik”

Die Geschichte des Rehabilitationszentrums KLINIK BAVARIA Freyung, gegründet 1985.  Aufgaben der Rehapflege im Allgemeinen, Aromapflege und Aromatherapie in den Abteilungen Pflege, Physikalische Therapie, Physiotherapie, Psychologie und Kinderbetreuung.

Hier werden Beispiele aus den einzelnen Abteilungen vorgestellt, mit welchen Mischungen und Angeboten Patienten Unterstützung erfahren. Erfahrungen in der Einführungsphase und während der Umsetzung werden exemplarisch gezeigt.

“Heilsame Parfums – duftend und heilend zugleich”

Was gesund macht, darf auch gut riechen. Synergieeffekte zu nutzen und dabei harmonische Düfte zu kreieren – das ist die Kunst des Mischens. Zu Beginn steht die Frage: Was ist die Absicht, welche ätherischen Öle und Trägerstoffe helfen dabei, aus Absicht Erfolg zu machen?

Ätherische Öle wirken in Mischungen meist intensiver, da sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig unterstützen können (Synergieeffekt). Uns steht das ganze Spektrum der ätherischen Öle zur Verfügung, um individuelle und situationsgerechte Mischungen zu gestalten – mit einem Duft, der gefällt. Es geht also zum einen um die Kenntnis der Inhaltsstoffe ätherischer Öle und deren Wirkung, zum anderen um die Kunst, den Duft der Öle optimal zu nutzen.

„Ätherische Öle in der Aromapflege – Produktrechtliche Fragen“

Bei der Anwendung ätherischer Öle in der Aromapflege kommen verschiedene Produktklassifizierungen in Betracht, die wiederum unterschiedliche rechtliche Anforderungen an die Produkte und evtl. auch an die Hersteller zur Folge haben können. Der Zweck, die konkrete Anwendung sowie die Kennzeichnung und Auslobung der Produkte spielen dabei eine wesentliche Rolle. Der Vortrag liefert Ihnen einen Überblick über mögliche Klassifizierungen und zeigt Ihnen potentielle produktrechtliche Problemfelder auf.

“Das Potential der Aromatherapie – Riechrezeptoren nicht nur in der Nase”

Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Zellphysiologie

Riechrezeptorproteine gehören zur Superfamilie der GPCRs und bilden mit 350 Mitgliedern die größte Genfamilie beim Menschen. Mit molekularbiologischen Techniken, kombiniert mit modernen bildgebenden und elektrophysiologischen Verfahren, gelang es inzwischen ca.10% hinsichtlich ihrer Spezifität und Sensitivität zu charakterisieren.

Viele dieser Rezeptoren kommen auf allen Körperzellen des Menschen, u. a. Spermien vorkommen und tragen dort zum Fertilisationsprozess bei. Ebenso haben sie in Hautzellen (Keratinozyten, Melanozyten) wichtige Funktionen. So führt z.B. Stimulierung des Rezeptors für Sandelholzduft zu einer verstärkten Proliferation der Hautzellen und beschleunigt die Wundheilung. Ein Riechrezeptor im Herzen, der auf Fettsäuren aus dem Blut reagiert, reduziert die Herzfrequenz und -kraft. Riechrezeptoren werden auch in Tumorzellen exprimiert, wie in Prostata-, Leber- oder Blutkrebszellen. Hier führt eine Aktivierung des Rezeptors zu einer Reduktion des Zellwachstums und der Zellmigration. Experimentelle Fortschritte werden schnell dazu beitragen, besser die zellulären Prozesse zu verstehen und dazu führen, Düfte vermehrt zur Diagnose und Therapie einzusetzen.

“Hydrolate und deren Inhaltsstoffe, GCMS-Analysen und Forschung”

Was unterscheidet ein Hydrolat von höchster Qualität von einem Hydrolat mit schlechter Qualität? Ann Harman studiert Hydrolate seit mehr als 15 Jahren und entdeckte einige wundervolle Überraschungen, einige entmutigende Fälschungen und Kontaminierungen. Mit der neuen, aufkommenden Popularität der Hydrolate tauchen unbegründete Beschwerden auf und unterschiedliche Grade von Qualität.                                                                        Im Mittelpunkt ihres Vortages wird sie  über ihre Informationen berichten, die sie gesammelt hat.   Sie  beinhalten die Chemie und Konzentration einiger üblicher Hydrolate, die durch GC-MS (Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung) und GC-FID (Gaschromatographie mit Flammenionisation)untersucht wurden. Es werden Informationen über das Vorkommen von Metallen präsentiert, die häufig im Destilliere-Equipment durchsickern, was in einem Hydrolat vorkommt und was nicht, flüchtige und nicht-flüchtige Bestandteile, einschließlich der  einzigartiger Bestandteile der Hydrolate selbst.

Ann Harmann möchte  durch ihre  kontinuierlichen Studien diesen wertvollen destillierten Wässern zu mehr Anerkennung/Würdigung und Verständnis zu verhelfen.

“Implementierung der Aromapflege ins Altenheim”

„Haus Bodelschwingh“   – Das Dülkener Alten- und Pflegezentrum

In diesem  Vortrag wird dargelegt wie es möglich wurde, die Aromapflege in einem Alten- und Pflegeheim zu implementieren. Die einzelnen Schritte sind an die bekannten Regeln des Projektmanagements angelehnt. Nach Auswahl und Einführung des Aromapflegeöls wurden und werden auch heute noch in Fallbeschreibungen und Verlaufsdokumentationen die Ergebnisse festgehalten. Ein themenzentrierter Arbeitskreis, bestehend aus Leitungskräften und involvierten Mitarbeitern, trifft sich jährlich 4 X um Erfahrungen auszutauschen, neue Strategien zu erarbeiten und Fortbildungsmaßnahmen vorzubereiten.

“Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Qualität von Zirbenöl und -hydrolat”

Die Zirbe oder Zirbelkiefer (Pinus cembra L., Pinaceae) ist ein in den Kalk- und Zentralalpen bis auf 2400 m Seehöhe beheimateter Hochgebirgsbaum. Die ätherischen Öle der Zirbe zeigen Radikalfängereigenschaften und eine hohe antibakterielle Aktivität.

Um die optimalen Bedingungen für die Produktion eines hochwertigen Zirbenöles festzulegen, wurden unterschiedliche Pflanzenteile der Zirbe und verwandter Koniferen destilliert. Insgesamt wurden 279 Proben von Zirbe (Standorte: Stadl, Zirbitz, Lungau), Fichte und Latsche analysiert. Mittels Neo-Clevenger und RIBA-Destille wurde das ätherische Öl von Nadeln, Trieben, Zweigen, sowie den Ästen der Zirbe und den Ästen der Fichte und Latsche gewonnen. Das ätherische Öl in den wässrigen Destillationsrückständen wurde durch Flüssig-Flüssigextraktion gewonnen. In allen Proben wurden mittels Gaschromatographie (GC-MS) die flüchtigen Inhaltsstoffe analysiert.

Die Ergebnisse zeigten, dass das ätherische Öl der Zirbe die drei Hauptkomponenten α-Pinen, β-Pinen, und β-Phellandren enthielt. Die untersuchten Pflanzenteile wiesen eine sehr ähnliche Zusammensetzung auf, jedoch waren quantitative Unterschiede erkennbar. Die qualitative und quantitative Zusammensetzung des Zirbenöls unterschied sich deutlich von dem der Fichte und der Latsche, sowie auch vom Hydrolat. Das Hydrolat der Zirbe war dadurch gekennzeichnet, dass kein α-Pinen, β-Pinen und β-Phellandren enthalten war. Hydrolate müssen daher als eigenständige Produkte angesehen werden.

“Parfüme für Machos –ein betörendes ökologisches Zusammenspiel zwischen Prachtbienen und Parfümblumen”

Als unbewegliche Lebewesen benötigen Pflanzen zu ihrer Fortpflanzung und Vermehrung ein Transportvehikel. Blütendüfte sind Aushängeschilder der Pflanzen für ihr Angebot, wie Nektar oder Pollen, mit denen sie die beweglichen Bestäuber anlocken. In den tropischen Breiten Amerikas gibt es jedoch Blütenpflanzen, die ihre Bestäuber nicht nur mit Blütendüften anlocken, sondern sie auch mit diesen belohnen. Diese Pflanzen haben sich an das sonderbare Verhalten von Prachtbienen angepaßt Duftstoffe zu sammeln und in ihren Hinterbeinen zu lagern. Zahlreiche uns aus den Düften anders bestäubter Pflanzen bekannte Duftstoffe sind im Parfümblumensyndrom involviert. Parfümblumen zeichnen sich vor allem durch eine besonders intensive Duftproduktion aus. Die verschiedenen Duftkomponenten der Parfümblumen sind oft einfach gebaute chemische Verbindungen, mehr als 900 Substanzen wurden bisher bei solchen Blüten gefunden. Die Prachtbienen – es sind ausschließlich Männchen – sammeln nicht wahllos alle Duftstoffe, sondern besitzen je nach Art Vorlieben. So können zahlreiche Blütenpflanzen mit unterschiedlichem Blütenduft nebeneinander existieren, ohne daß der spezielle Bestäuber zwischen den Pflanzenarten wechselt und so Hybriden entstehen. Die ohnehin sehr große und vielfältige Pflanzenfamilie der Orchideen bildet mit ihren ca. 800 von Prachtbienenmännchen bestäubten Arten die größte Gruppe unter den Parfümblumen. Für die Orchideen ist eine spezifische Bestäubung notwendig, denn bei ihnen sind Barrieren, die Kreuzungen verhindern, sehr schwach ausgebildet. Die zuverlässigen Pollenkuriere der Orchideen erkennen ihr genaues Ziel am Duft und transportieren die gesamte Pollenmenge in einem Pollenpaket. Hierfür werden sie mit den Parfümen der Blüte belohnt. Das Wagnis des Pollenverlusts an einen Bestäuber wird durch dessen Spezifität minimiert, artspezifische Bestäubung ist hier die Voraussetzung. Ist die Bestäubung geglückt, so wird damit eine massenhafte Samenbildung ermöglicht, die ihrerseits eine weitläufige Ausbreitung mit flugfähigen Samen verspricht.

“Jodeln mit Jodula”

Jodeln in seiner ganzen Vielfalt und Ausdrucksstärke erleben. Der Stimme in Form von Traditionellem aber auch Experimentellem freien Lauf lassen und dabei den eigenen Klang erfahren und spüren. Jodlern ist eine wunderbare Möglichkeit, sich unbefangen mit der eigenen Stimme vertraut zu machen, aber auch für Gesangserfahrene neue Bereiche zu entdecken.

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