Ausbildungsleitlinien

Ausbildungsleitlinien/Aromaseminare

Fachlich/didaktische Voraussetzungen

Um eine hohe Qualitätsnorm für Basis-/Grundlagen- und Aufbaukurse zu gewährleisten, muss der Hauptteil der Unterrichtsstunden von Aromapraktiker/innen, Aromatherapeuten, Aromatologen/innen, Aromaexperten mit Eigenqualifizierung von mind. 170 Std. Theoriestunden durchgeführt werden. Selbstverständlich können zusätzliche Fachexperten für einzelne Inhalte, z.B. Massage, mit eingesetzt werden.

Grund- und Aufbauseminare sind Fortbildungen und befähigen zur korrekten, grundlegenden Durchführung der Aromapflege/Aromatherapie bei den Menschen (sie ersetzen aber nicht eine komplette Ausbildung als Aromaexperte/in).

Ausbildungsleitlinien Aromatherapie/Aromapflege und Aromaseminare

1. Ausbildung

1.1. Ziele der Qualifizierung sind, die Teilnehmer/innen zu befähigen,

  • im Rahmen der Gesundheitsförderung, der Therapie, der Begleitung und Pflege ihre wissenschaftlichen und ganzheitlich erworbenen Kenntnisse über ätherische und fette Pflanzenöle sowie Hydrolate für gesunde und kranke Menschen in praktisches Handeln umzusetzen
  • Menschen, die das Konzept der Aromatherapie/-pflege anwenden, zu unterstützen, zu begleiten und Wissen an andere weiterzuvermitteln

1.2 Inhalte der Qualifizierung

Im Rahmen der Qualifizierung werden Theorie und Praxis zu den ätherischen und fetten Pflanzenölen sowie Hydrolaten umfassend vermittelt.

Themen sind unter anderem:

  • Begriffsdefinitionen und rechtliche Grundlagen
  • Botanik – Pflanzenfamilien, Taxonomie, Signaturenlehre
  • Herstellungsverfahren ätherischer und fetter Pflanzenöle sowie der Hydrolate
  • Biochemie und Qualitätssicherung
  • Grundlagen der Anwendung
  • Systematische Vorstellung von ca. 70 ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen, Hydrolaten und deren Anwendung, auch in besonderen Bereichen (z. B. bei Kindern, hochbetagten Menschen)
  • Spezielle aromapraktische Verfahren wie z. B. Erstellen von Rezepturen, Durchführung von Aromamassagen
  • Exkursionen (Botanischer Garten, zu einer Destille, zu einer Ölmühle)
  • Wissenschaftliches Arbeiten und Didaktik

1.3 Methodik

  • Die verschiedenen Unterrichtsinhalte sind eng miteinander verzahnt und fördern so exemplarisches Lernen
  • Praxis- und Eigenerfahrungen der Teilnehmer/innen werden bewusst mit einbezogen und der Praxistransfer im Sinne der Ganzheitlichkeit hergestellt
  • Alle Dozenten/Dozentinnen sind als Aromatherapeut/in, Aromaexperte/Aromaexpertin oder Aromapraktiker/in qualifiziert bzw. verfügen über nachgewiesenes Expertenwissen und praktische Erfahrung in ihrem Unterrichtsfach

1.4 Struktur

Es empfiehlt sich, die Qualifizierung in 6 bis 8 Mehrtagesmodulen (verteilt über ca. 1 Jahr) durchzuführen

  • Gesamtstundenzahl:

330 Std. d.h. mind. 170 Stunden Theorie, 60 Stunden Fach-/Projektarbeit, 100 Stunden kontrolliertes Selbststudium

1.5 Abschluss

    • Schriftliche und mündliche Abschlussprüfungen – mit ärztlicher Beteiligung
    • Fach-/Pojektarbeit mit kurzer Präsentation

2. Aromaseminare

 

Fachlich-didaktische Voraussetzungen

2.1 Allgemein

Um eine hohe Qualitätsnorm für Basis-/Grundlagen- und Aufbaukurse zu gewährleisten, muss der Hauptteil der Unterrichtsstunden von Aromapraktiker/innen, Aromatherapeuten/-therapeutinnen, Aromatologen/Aromatologinnen, Aromaexperten/-expertinnen mit Eigenqualifizierung von mind. 150 Std. Theoriestunden durchgeführt werden.

Selbstverständlich können zusätzliche Fachexperten (w/m) für einzelne Inhalte, z. B. Massagen, mit eingesetzt werden.

2.2 Basis- und Aufbauseminare Aromapflege

Grund- und Aufbauseminare sind Fortbildungen. Sie befähigen zur korrekten, grundlegenden Durchführung der Aromapflege/Aromatherapie am Menschen. (Hieraus ergeben sich noch keine Fach- bzw. Aromaexperten!)

2.3 Empfohlene Inhalte für zweitägige Aromabasis- und Aufbauseminare

2.3.1 Basisseminar 2 Tage, Inhalte:

Kleine Darstellung der Duftgeschichte

Grundlagen, Begriffe, Rechtliches

Warum und wo produzieren Pflanzen ätherische Öle?

Kurze Einführung: Botanik, Anbau, Gewinnung, Kauf, Flaschendeklaration, Haltbarkeit, Dosierung, Wirkweisen, Verfälschungs- und Prüfmethoden

Kleiner Überblick der Biochemie ätherischer Öle (wirklich nur ein Überblick!)

Aromapraxis: Riechen, Raumbeduftung mit Kopf-, Herz- und Basisnoten, Anwendung über die Haut mit Dosierungsvorschlägen

Grundlagen der Hydrolate, Rosen- und Pfefferminzhydrolat

Ölmonographien der ätherischen Öle von Orange, Zitrone, Lavendel, Teebaum, Pfefferminze, Rosengeranie

Kurze Zusammenfassung der Grundlagen der fetten Pflanzenöle

Fette Pflanzenölmonographien: Oliven-, Johanniskraut-, Aprikosenkern- und Jojobaöl

Aromamassagen: 1.Tag Kopfpunktmassage, 2. Tag Ohrmassage

2.3.2 Aufbauseminar 2 Tage, Inhalte:

Wiederholung Biochemie

Ölmonographien:

Bergamotte, Mandarine: Exemplarische ätherische Öle zur Entspannung/für erholsamen Schlaf

Palmarosa, Niaouli: Exemplarische ätherische Öle zur Hautpflege/Dekubitusprophylaxe

Angelikawurzel: Exemplarisches ätherisches Öl für den Bauch

Cajeput, Majoran: Exemplarische ätherische Öle zur begleitenden Schmerzlinderung

Eucalyptusöle, Fichtennadelöl: Exemplarische ätherische Öle zur Atemunterstützung

Selbstpflege mit ätherischen Ölen

Fette Pflanzenöle: Avocado-, Mandel-, Sesam-, Ringelblumenöl

Aromamassagen: 1.Tag Handmassage, 2. Tag Handpeeling

 

 

 

 

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