Arbeitskreis Tieraromatherapie am 25.01.2019

Arbeitskreis Tieraromatherapie am 25.01.2019

Am letzten Freitag war es nun soweit: der erste Arbeitskreis zum Thema Tieraroma-therapie in der Phytaro Heilpflanzenschule in Dortmund fand statt! Nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Erfahrungsaustausch wurde das Kurzskript zum Thema Basiswissen Tieraromatherapie von mir durchgegangen und besprochen. Dabei ging es um fette Öle, ätherische Öle und Hydrolate bei Tieren sowie die Erkennung von qualitativ hochwertigen Ölen, Therapeuten und welche Tierarten behandelt werden können.

Sehr schnell ging es dann natürlich auch um das Thema Katzen. Die Situation bei diesen ist etwas heikel, da es so viele Meinungen, Berichte, etc. im Internet gibt, die aber allesamt eines gemeinsam haben: es fehlen die faktischen Hintergründe. Oft ist nicht bekannt, mit welchen Dosierungen gearbeitet wurde oder mit welcher Qualität bei den Ölen. Aussagen zu dem, was nicht vertragen wird, sind oft ohne Quellenangaben woher es denn bekannt ist.

Bisher können wir somit nur die Meinungen und Erfahrungen zusammenfassen, die besagen: rein theoretisch und physiologisch scheint es für die Katze nicht möglich zu sein, ätherische Öle zu verstoffwechseln. Somit können sie sich im Körper anlagern und zu Vergiftungen führen. Die Beispiele aus der Praxis haben aber gezeigt, dass die Tiere sehr wohl die sachkundige und kurzfristige Anwendung von ätherischen Ölen vertragen – ohne irgendwelche Vergiftungsfolgen zu zeigen oder andere Spätfolgen.

Wir werden uns nun diesem Thema intensiver widmen und hierzu forschen, woher die Aussagen kommen, was physiologisch wirklich belegbar ist und warum es in der praktischen Anwendung eben scheinbar doch geht bzw. in welchem Rahmen es geht. Sobald wir dazu mehr vorliegen haben, wird es auch nochmal einen gesonderten Artikel dazu geben.

Bis dahin gilt: falls die Katze die Behandlung mit Düften überhaupt zulässt und auch gut findet, sind Hydrolate vorzuziehen. Die Anwendung von ätherischen Ölen gehört hier in absolute sachkundige und ausgebildete Therapeutenhände, die diese Fälle bitte auch genau dokumentieren sollten.

Im zweiten Teil des Arbeitskreises haben wir uns der Dufterfahrung zur Tonkabohne gewidmet. Hier konnten die Teilnehmer in Ruhe an zwei verschiedenen Versionen schnuppern: 30 % (verdünnt mit Alkohol) und dem reinen Tonka-Extrakt bzw. Absolue. Es war sehr interessant, was dazu für Stichpunkte kamen. Diese wurden auch bildlich festgehalten.

Zum Abschluss haben wir die Tonkabohne noch geräuchert, da dies ihre ganz eigene Qualität hat und auch den ein oder anderen Teilnehmer mit der kleinen Bohne aussöhnte. Und für jeden eine Tonkabohne als Geschenk – für viel Glück und Wohlstand in 2019.

Bevor es dann wieder auf den Heimweg ging, gab es noch eine kleine Vorschau auf den nächsten Vor-Ort-Arbeitskreis (am 05.07.2019) und eine Rosmarin-Zitronen-Mischung zur Erfrischung, da die Tonka doch für eine ordentliche Portion Entspannung gesorgt hatte.

Ich danke an dieser Stelle nochmal allen Teilnehmern herzlich für ihr Kommen und hoffe, dass wir weiterhin so schöne und produktive Arbeitskreise in Sachen Tieraromatherapie haben werden!

4 Comments
  • Maria Hoch

    28. Januar 2019 at 13:10

    Liebe Sabine,
    ich gratuliere Dir ganz herzlich zu Deinem ersten Arbeitskreis und dem tollen Bericht dazu, klasse und vielen herzlichen Dank dafür!

  • Maria Hoch

    31. Januar 2019 at 18:01

    Liebe Sabine
    Eine kleine Geschichte zur Tonkabohne. Ich hatte einen schwer traumatisierten Husky und hatte mir bei Dorle Hamm einen Vorrat Tonka-Mix bestellt. Das Paket war noch zu und stand auf einem Stuhl. Max Husky hatte in einer atemberaubenden Geschwindigkeit das Paket so zerfetzt, dass er an den Inhalt kam, hat eine Flasche aus der Verpackung gebissen und sich mit der Flasche in seinen Korb verzogen. Das war der Moment, an dem mir wirklich klar wurde, was für ein Riechvermögen Hunde haben. Ich habe viele Mischungen für ihn gemacht, aber Tonka war immer enthalten. Er liebte warme, kuschelige Düfte wie Tonka, Vanille und Benzoe.

    Nun zu den Katzen. Es gibt in einem Buch von Caroline Ingraham (https://www.carolineingraham.com/home) viele Beispiele für die Behandlung von Katzen mit ätherischen Ölen und auch einige Anmerkungen über Studien dazu, z. B. über Teebaum. Das Buch ist nicht mehr im Handel, ich könnte das Kapitel aber übersetzen und Sabine mailen, wenn gewünscht. Wer englisch kann, findet bei Caroline super Fachbücher zum Thema.

    Liebe Grüße aus dem Norden

    Gaby Sievers (bei Facebook Anna)

    • Sabine Möbius

      1. Februar 2019 at 20:07

      Liebe Gaby,
      liebe Maria,

      vielen Dank für diesen Kommentar! Das hört sich sehr spannend an und ich werde dich, liebe Gaby, dazu auch nochmal per Mail anschreiben! Vielen Dank! 🙂

      Ganz liebe Grüße,

      Sabine

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